Hedmarksmuseet og Domkirkeodden – die Ruinen der Domkirche von Hamar
Postet opplastet av Nancy Tischler 9 Oktober 2007
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1152 als Bischofssitz gegründet, war Hamar damals die einzige mittelalterliche Stadt außerhalb der Küstenregion Norwegens. Schon kurze Zeit nach der Gründung begann man mit dem Bau des Doms, der um 1200 fertig gestellt wurde. Während des Siebenjährigen Krieges mit Schweden wurde die Domkirche 1567 vom Feldherrn des schwedischen Königs Erik, Johan Siggeson, zerstört.
Von der Steinzeit bis zur modernen Architektur, Hedmarksmuseet og Domkirkeodden zeigt ein Stück Geschichte.
Staub und Frost begannen, die Ruinen der Kathedrale des einstigen Doms aus Kalkstein langsam zu zerstören. Man entschloss sich daraufhin, die noch vorhandenen Überreste für die Nachwelt zu schützen und hüllte sie in Folie. Jedoch trübte dies die Optik massiv. Eine neue Lösung musste gefunden werden. Eine einzigartige Konstruktion aus Glas und Stahl des Architekten Kjell Lund schützt daher heute die Ruinen. Im August 1998 von Kronprinz Haakon eröffnet, ist es mit 2.600 m2 Grundfläche Europas größtes Glasgebäude. Die von Stahlrohren getragene Glasfläche hat ein Ausmaß von 4.800 m2. Die entstandene Glaskathedrale, genannt Hamardomen, bot nach ihrer Errichtung viele neue Möglichkeiten.
So bietet sie zum Beispiel Raum für Konzerte, Taufen, Festspiele und vieles mehr. Architekten aus aller Welt kommen nach Hamar, um diese gigantische Konstruktion zu bewundern. Auf einer Reise durch die Hedmark ist Domkirkeodden ein absolutes Muss. Auf Bildern wird die wahre Größe kaum deutlich. Wer einmal vor der Glaskathedrale steht, wird von deren Pracht und Größe zutiefst beeindruckt sein. Ein imposantes Bauwerk, in dessen Inneren man das Gefühl hat, sich tatsächlich in einem Dom zu befinden, auch wenn nur noch die Ruinen davon zeugen.
Ein anderes Aufsehen erregendes Gebäude ist das Gehöft, die große steinerne Scheune, direkt neben der Glaskathedrale. Die Storhamar Farm wurde auf und rund um die Ruinen des einstigen Bischofspalastes erbaut, von dem heute nur noch ein Modell zeugt. Einer der bedeutendsten Architekten Norwegens, Sverre Fehn, gestaltet das Gebäude in den 70er Jahren zu einem Museum um. Die dabei verwendeten Materialien und Formen wirken auf den ersten Blick etwas bizarr, doch gleichzeitig brillant, denn sie lassen den Urzustand auch heute noch deutlich werden. Die größte Herausforderung war, ein Gebäude zu konstruieren, welches auf der einen Seite die Überreste des Bischofspalastes und der Storhamar Farm schützt, auf der anderen Seite jedoch weitere archäologische Ausgrabungen ermöglicht. Im Inneren der Scheune findet man eine mittelalterliche sowie eine Wikinger-Ausstellung.
Insgesamt besteht das Hedmarksmuseet aus mehr als 50 Gebäuden, Scheunen, Gutshäusern, vom späten Mittelalter bis in das Jahr 1800 reichend. Einen Teil bildet das Folkemuseum. Ein Spaziergang durch den Park rund um Domkirkeodden vermittelt einen Eindruck in die Kultur und das Leben der Menschen hier, angefangen im späten Mittelalter.
Der 1975 eröffnete Kräutergarten beherbergt über 350 verschiedene Pflanzenarten. Ein Besuch lohnt sich schon allein aufgrund der emporsteigenden Düfte.
Selbst wer kein Freund von Museen ist, sollte auf seiner Reise durch die Hedmark Hedmarksmuseet og Domkirkeodden besichtigen. Die besondere Mischung und Vielfalt machen es einzigartig und bewundernswert. Umgeben vom Mjøsasee, ist es ein ganz besonderer Ort, der Geborgenheit hervorruft, an dem es viel zu entdecken gibt, der gleichzeitig aber auch zur Ruhe und Entspannung einlädt.
Hedmarksmuseet og Domkirkeodden ist auch ein hervorragender Platz, um gemütlich am See mit Freunden zu Grillen und den Sonnenuntergang zu beobachten, der die glitzernde Mjøsa in ein wahres Farbenmeer taucht.